FAQ

Smart Home und AREI: Was muss bei der Domotica beachtet werden?

Muss eine Smart-Home-Installation AREI-konform sein? Ja — die zugrunde liegende Elektroinstallation muss den Vorschriften entsprechen. Hier erfahren Sie, was erlaubt ist und worauf Sie achten müssen.

Veröffentlicht am 9. Juni 2026 Aktualisiert am 29. August 2026 3 min

Das AREI regelt keine Smart-Home-Geräte direkt — aber die dahinterliegende Elektroinstallation muss in jedem Fall AREI-konform sein. Ob WiFi-Schalter, smarte Steckdosen oder DIN-Rail-Module: Solange die Basisinstallation den Vorschriften entspricht, sind Smart-Home-Lösungen kein Problem.

Was ist erlaubt?

Smart-Home-Geräte wie WiFi-Schalter (Shelly, Sonoff), smarte Steckdosen (TP-Link, Hue Smart Plug) oder intelligente Leuchtmittel (Philips Hue, IKEA TRADFRI) sind problemlos einsetzbar — solange die zugrunde liegende Elektroinstallation AREI-konform ist.

Das bedeutet:

  • Die Verkabelung muss korrekt dimensioniert sein
  • Sicherungen und FI-Schalter müssen vorhanden und richtig zugeordnet sein
  • Die Installation muss geerdet sein
  • Smart-Home-Module in der festen Installation müssen eine CE-Kennzeichnung haben und innerhalb der vom Hersteller erklärten Zweckbestimmung und Einbaubedingungen verwendet werden

DIN-Rail-Smart-Module im Schaltschrank

Eine besondere Kategorie sind DIN-Rail-Smart-Module wie Shelly Pro, Shelly Pro 3EM oder Sonoff-DIN-Module. Diese werden direkt im Verteilerkasten auf der Hutschiene installiert.

Wichtig: Da sie Teil der festen Installation im Schaltschrank sind, erscheinen DIN-Rail-Module im Eindrahtschema (das gemäß Abschnitt 3.1.2.2.a u. a. Schutzeinrichtungen, Schalter und ortsfeste Geräte darstellen muss; die Pflicht, das Schema als Teil der Anlagenakte vorzuhalten, ergibt sich aus Art. 9.1.2). Sie müssen dort korrekt dargestellt werden, ähnlich wie andere Schaltschrank-Komponenten.

Übersicht: Smart-Home-Typen und AREI

Smart-Home-TypEinbauortAREI-relevant?Im Eindrahtschema?
WiFi-Schalter (Shelly 1, Sonoff)Hinter bestehendem SchalterNein, wenn Basisinstallation konformNein, wenn keine Verdrahtungsänderung erfolgt. Ja, wenn die feste Verdrahtung geändert wird (z. B. Neutralleiter zum Schalter gezogen)
Smarte Steckdose (Plug-in)In bestehender SteckdoseNeinNein
Smart-Leuchtmittel (Hue, TRADFRI)In bestehender FassungNeinNein
DIN-Rail-Modul (Shelly Pro)VerteilerkastenJa — feste InstallationJa
Smart-Thermostat (Nest, tado)WandmontageNein, wenn korrekt verkabeltNein
Smart-TürschlossTürrahmenNeinNein

Bedienung, Schalten und Trennen fachlich festlegen

Leiten Sie keine pauschale Pflicht zu einem klassischen Wandschalter für jede Smart-Funktion ab. Entscheidend sind Gerätefunktion und die anwendbaren Regeln für Bedienen, Schalten, Trennen, Notfall und Wartung. App oder Cloudverbindung dürfen nicht als Trenneinrichtung bezeichnet werden, wenn Produkt und Stromkreis dafür nicht ausgelegt sind. Herstelleranleitung und fachliche Planung der festen Verdrahtung bleiben maßgeblich.

Bei der Elektrokontrolle (Keuring)

Bei der Elektrokontrolle prüft der Kontrolleur die elektrische Installation, nicht die Smart-Home-Logik. Das bedeutet:

  • Die Verkabelung, Sicherungen und Erdung werden geprüft
  • DIN-Rail-Module müssen im Schema erscheinen
  • Die Smart-Home-App oder Automationsregeln werden nicht geprüft
  • WiFi-Schalter hinter der Wand werden in der Regel nicht beanstandet, sofern die Basisinstallation konform ist

Unterstützte Komponenten mit PlanElec dokumentieren

PlanElec kann unterstützte feste Komponenten und ihre elektrischen Beziehungen dokumentieren. Ist ein konkreter Aktor nicht modelliert, wird er im Dossier erfasst statt durch einen anderen Katalogartikel ersetzt. Der Selbstcheck bewertet weder Automationslogik und Cybersicherheit noch Funkverfügbarkeit oder jede Herstelleranweisung.

Amtliche Quellen: FÖD Wirtschaft — AREI Buch 1 V06 und die EU-Kommission zur CE-Kennzeichnung. CE ist die Herstellererklärung nach anwendbarem EU-Recht, keine Drittzulassung der belgischen Installation.


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